Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Stadttauben klassische Wildvögel wie Amseln oder Spatzen sind. Tatsächlich haben sie eine ganz andere Geschichte: Stadttauben sind verwilderte Haustiere.Die Abstammung: Von der Felsentaube zum StadtbewohnerAlle Stadttauben stammen ursprünglich von der Felsentaube (Columba livia) ab. Diese lebte in Klippen und Höhlen an Meeresküsten. Der Mensch domestizierte sie bereits vor Jahrtausenden. Unsere heutigen Stadttauben sind die Nachfahren von:
Warum leben sie in der Stadt?Da ihre Vorfahren Felsenbewohner waren, erkennen Stadttauben in unseren Häusern, Nischen und Brücken instinktiv ihre natürlichen „Felsen“. Bäume meiden sie meist zum Brüten, da sie genetisch auf Stein und Beton programmiert sind.Der „Domestikations-Fluch“: Warum sie Hilfe brauchenDa Stadttauben keine echten Wildtiere sind, sondern vom Menschen gezüchtet wurden, fehlen ihnen einige natürliche Überlebensinstinkte:
Viele Menschen meinen es gut und teilen ihr Brot oder ihre Reste mit Stadttauben. Doch was für uns ein Snack ist, ist für Tauben lebensgefährliches „Junkfood“. Da Stadttauben die Nachfahren von entflogenen Haustauben sind, sind sie auf unsere Hilfe angewiesen – aber nur auf die richtige.1. „Hungerkot“ und MangelernährungTauben sind reine Körnerfresser. Ihr Verdauungssystem ist auf harte Samen, Getreide und Hülsenfrüchte ausgelegt.
2. Ein geschwächtes ImmunsystemDurch die „Zivilisationskost“ fehlen den Tieren wichtige Vitamine und Mineralien.
3. Das Ratten-ProblemEssensreste wie Brot oder Pizzastücke bleiben oft lange liegen, wenn die Tauben satt sind oder das Futter nicht verwerten können.
4. Verkrüppelte Füße durch NährstoffmangelOft sieht man Stadttauben mit verkrüppelten oder fehlenden Zehen. Neben hängengebliebenen Fäden ist Kalziummangeldurch falsches Futter ein Hauptgrund. Die Knochen werden weich und die Heilung von kleinen Verletzungen funktioniert nicht mehr richtig.Unser Fazit: Wenn füttern, dann richtig!Wer den Tieren in Berlin etwas Gutes tun will, sollte auf Mais, Weizen, Erbsen oder ungesalzene Sonnenblumenkerne setzen. So bleiben die Tiere gesund, die Stadt sauberer und das friedliche Miteinander von Mensch und Tier gewahrt.
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Das struppige Gefieder oder der dünne Kot vieler Stadttauben liegen meist nicht an ansteckenden Seuchen, sondern an Mangelernährung. Als ehemalige Haustiere finden sie in der Stadt oft nur ungeeignetes Futter (Essensreste), was zu Verdauungsproblemen („Hungerkot“) führt.
Es hält sich hartnäckig das Gerücht, Stadttauben seien „Ratten der Lüfte“. Doch was ist dran? Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein differenziertes Bild: Das Risiko einer Krankheitsübertragung auf den Menschen ist im normalen Alltag minimal.
Ja, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten ist das Füttern von Stadttauben in Berlin grundsätzlich erlaubt. Es gibt kein stadtweites Verbot in der Berliner Grünanlagen-Verordnung.
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